Was uns gerade beschäftigt: Veränderung ist das was bleibt.
Ich habe dieses Jahr zwei Bücher von Octavia E. Butler gelesen: Parable of the Sower und Parable of the Talents.
Da gibt’s einen Satz, der bei mir hängen geblieben ist. „God is Change.“ Gemeint ist, dass Veränderung einfach immer da ist. Und Veränderung ist erst mal nur das: Veränderung. Nicht gut. Nicht schlecht.
Und trotzdem spielt die Geschichte in einer Zukunft, in der die Veränderungen brutal sind — kaum auszuhalten. Butler hat das Ende der 90er geschrieben, und vieles fühlt sich heute erstaunlich nah an. (Und ja: Gott sei Dank ist es nicht eins zu eins so gekommen.)
Und dann sitze ich hier in meinem echten Leben: Familienmitglieder werden krank, Pflege wird Thema – oder mindestens diese konstante Sorge, die immer mit am Tisch sitzt. Gleichzeitig wächst das eigene Kind, erschließt sich die Welt, macht sie größer.
Diese Gleichzeitigkeit ist nicht „Privatkram“. Die hängt an unserer Arbeit dran. Das nemen wir jeden Tag mit.
Denn die Welt ist nie nur schwarz-weiß — es gibt alle Schattierungen von Lebensmomenten.
Und was bleibt? Die gute alte Veränderung.
Und was heißt das gerade für unsere Arbeit?
Mit Claude Design, Canva mit KI & Co. wird „Design“ für viele zur schnellen Deko-Sache. Weil der Unterschied oft nicht sichtbar ist.
Unsere Kund:innen machen das zum Glück nicht — die merken den Unterschied. Aber wir merken trotzdem: Es wird wichtiger, den Unterschied in Worte zu fassen. Was ist austauschbar? Und was ist Gestaltung mit Substanz?
Und ja: Wir schließen KI nicht aus. Wir arbeiten selbst damit. Nur ist es am Ende eher Unterstützung als Abkürzung. Die Details müssen wir trotzdem selbst machen. Und oft arbeiten wir „mit KI“ nicht kürzer, sondern anders.
Genau da wird’s spannend: ein Preisverständnis dafür zu entwickeln. Nicht nach dem Motto „geht doch jetzt alles schnell“ — sondern: Was kostet Klarheit, Qualität und Verantwortung, wenn man das Tool wechselt?
Mit Liebe recherchiert und geschrieben von FORMLOS Berlin